Texturen mit Aquarell

Texturen mit Aquarell

Donnerstag, der 14. März 2019 4 Von Lena Fritzsche

 

Mit wasserlöslichen Farben, wie Aquarell, Tusche oder Tempera, kann man die unterschiedlichsten Effekte erzielen. Manche Künstler arbeiten eher dynamisch und expressiv, andere eher filigran und detailverliebt. Ich gehöre wohl mehr zu den letzteren, wobei ich auch gern mit Techniken experimentiere. So habe ich mich in letzter Zeit vor allem mit Texturen befasst. Klar, „einfach“ Farbflächen zu malen ist schon toll, aber so richtig spannend und lebendig wird ein Gemälde meiner Meinung nach besonders durch verschieden Oberflächenstrukturen- und -texturen. Ein großes Vorbild und Inspiration ist hier für mich Stephanie Pui-Mun Law, eine meiner absoluten Lieblingskünstlerinnen. Sie arbeitet sehr viel mit Texturen, die dynamisch in die Komposition einfließen. Manche davon entstehen zufällig, andere wiederum malt sie Strich für Strich händisch.

Teebecher Illustration Aquarell watercolor Malerei painting Japan Herbst autumn fall koi
Inspiriert durch Stephanie Law:
Hier habe ich ein Motiv für einen Teebecher mit Aquarellfarben gemalt

Für wen das alles noch Neuland ist, aber auch für diejenigen, die gern noch mehr Tipps und Tricks erfahren möchten, habe ich ein Freebie erstellt:

Texturen mit Wasserfarben aquarell watercolors textures oberflächenstrukturen freebie

Das ist ein 9-seitiges PDF-Dokument, in dem du sechs Techniken verständlich und übersichtlich vorgestellt bekommst. Diese Techniken sind absolut auch für Anfänger geeignet! Ich habe hier vor allem mit Aquarellfarben gearbeitet. Die Techniken sind dir aber auch für andere Malmitteln nützlich. Du kannst dir die Seiten ausdrucken und beim Malen immer, wenn du magst, darauf schauen und dich inspirieren lassen.

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Zwei dieser Techniken stelle ich dir hier vor:

Blubberblasen

Ganz mutige und experimentierfreudige Künstler (und Kinder!) werden diese Technik lieben: Bereite einen Becher mit eingefärbtem Wasser bzw. verdünnter Farbe oder Tusche vor und mische etwas Spülmittel hinein. Wenn du nun mit einem Strohhalm in die Farbe pustest, sprudelt es nur so vor bunten Blubberblasen. Lass die Blasen aus dem Becher auf das Papier fallen.
Du kannst die Technik auch andersherum anwenden: Fülle die Flüssigkeit in eine flache Schale, erzeuge Blasen und drücke dann sanft mit dem Papier von oben auf den bunten Schaum.
Auf diese tolle Technik bin ich gestoßen, als ich mir die Instagram-Storys der lieben Bine Brändleangeschaut habe. Sie experiment auch mit vielen anderen Materialien, schau gerne mal bei ihr vorbei.

Tipp: Ein flacher Becher eignet sich besser als ein hoher. Außerdem sollte das Papier stark und schnell saugend sein, da die Farbe eingesaugt sein muss, bevor die Seifenblasen platzen. Ich empfehle Khadi Papers. Dieses Papier wird aus recycelter Baumwolle hergestellt.


Abdecken

Um weiße Räume beim Aquarellieren zu erzeugen (z.B. wenn wir nicht das komplette Bild mit Blubberblasen bedecken wollen), müssen wir Stellen frei lassen, an denen man noch das Papier durchsehen kann. Das kann mitunter ziemlich mühsam sein, weshalb es nützlich ist, diese Stellen einfach abzudecken. Auch wenn man innerhalb einer Form malen möchte, kann es sehr hilfreich sein, die Ränder vorher abzudecken.

Maskierfilm (ich benutze Rubbelkrepp von Schmincke) kann man mit einem Pinsel auf das Papier auftragen und so auch Details abdecken. Man lässt ihn gut trocknen und malt anschließend einfach darüber. Wenn die Farbe trocken ist, rubbelt man den Maskierfilm mit den Fingern wieder ab. Er eigent sich ebenfalls sehr gut, um eine Form zu begrenzen, damit man eine Fläche einfach und sauber ausmalen kann.

Wachs, z.B. einer weißen Kerze, ist wasserabweisend und eignet sich gut, um Flächen grob abzudecken. Es ist schwierig, das Wachs nach dem Malen wieder vom Papier zu lösen und ein paar Farbflecke trocknen meist auf der Wachsschicht, weshalb das Ergebnis relativ zufällig ausfällt. Für z.B. Wellen oder Wolken ist diese Technik gut geeignet.

Materialen, die ich verwende: